Eine E-Mail diktierst du auf Android mit dem Mikrofon deiner Tastatur: Öffne Gmail oder Outlook, tippe ins Textfeld, dann oben auf der Gboard-Tastatur auf das Mikrofonsymbol und sprich los, sobald Jetzt sprechen erscheint. Mit „Komma“, „Punkt“ oder „Neuer Absatz“ setzt du Satzzeichen. Die Tastatur schreibt genau mit, was du sagst, Wort für Wort. Willst du lieber frei erzählen und eine fertige, höfliche E-Mail zurückbekommen, nimm eine KI-Diktier-App, die die E-Mail für dich formuliert.
| Was du willst | Der beste Weg |
|---|---|
| E-Mail per Sprache tippen, Wort für Wort, in jeder App | Gboard-Spracheingabe (kostenlos, in der Tastatur) |
| Automatische Satzzeichen und Befehle wie „Senden“ | Erweiterte Spracheingabe von Gboard (Pixel 6 oder neuer) |
| Locker sprechen und eine fertige E-Mail im gewünschten Ton bekommen | Eine KI-Diktier-App wie Retexta |
E-Mail in Gmail mit Gboard diktieren
Diese Schritte stammen aus Googles Gboard-Hilfe („Sprechen statt tippen“, geprüft am 25.09.2026). Laut Google kannst du Text auf deinem Mobilgerät „fast immer auch über die Spracheingabe eingeben, statt ihn einzutippen“.
- Stell sicher, dass Gboard deine Tastatur ist. Falls nicht, installierst du sie aus Google Play.
- Öffne Gmail und schreib eine neue E-Mail oder antworte auf eine.
- Tippe ins Textfeld, damit die Tastatur aufgeht.
- Tippe oben auf der Tastatur auf das Mikrofonsymbol.
- Wenn Jetzt sprechen erscheint, sagst du, was dort stehen soll.
Ein einzelnes Wort korrigierst du, indem du es gedrückt hältst, wieder aufs Mikrofonsymbol tippst und das neue Wort sagst. Google weist darauf hin, dass die Spracheingabe „nicht in allen Sprachen“ funktioniert und einige Schritte erst ab Android 7.0 gehen.
Satzzeichen und Sprachbefehle
Bei der normalen Spracheingabe sprichst du die Satzzeichen mit. Google nennt diese Formulierungen:
| Du sagst | Du bekommst |
|---|---|
| „Punkt“ | . |
| „Komma“ | , |
| „Fragezeichen“ | ? |
| „Ausrufezeichen“ | ! |
| „Neue Zeile“ | einen Zeilenumbruch |
| „Neuer Absatz“ | einen neuen Absatz |
Laut Google sind Satzzeichen „möglicherweise nicht in allen Sprachen verfügbar“.
Erweiterte Spracheingabe auf dem Pixel
Auf einem Google Pixel 6 oder neuer (auch Pixel Fold und Pixel Tablet) hat Gboard die erweiterten Funktionen für die Spracheingabe. Laut Googles Hilfeseite:
- Die nötigen Satzzeichen werden automatisch gesetzt, während du sprichst.
- Du bearbeitest per Sprache, etwa mit „Löschen“, „Letztes Wort löschen“ oder „Alles löschen“, und schickst eine Nachricht mit „Senden“ ab.
- Unterstützt werden Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Japanisch und Spanisch.
- Der gesprochene Text bleibt auf deinem Gerät, außer du nutzt die Funktionen „Korrigieren“ oder „Detaillierte Änderungen“.
Einschalten: Tippe in ein Textfeld, oben auf der Tastatur auf Einstellungen, dann auf Spracheingabe, und aktiviere Erweiterte Funktionen für die Spracheingabe.
E-Mail in Outlook auf Android diktieren
Outlook für Android hatte eine eigene Schaltfläche Diktieren. Microsoft schreibt dazu auf seiner Hilfeseite: „Das Diktatfeature wird ab September 2024 von Outlook Mobile eingestellt.“ Findest du sie nicht mehr, nimmst du die Tastatur:
- Öffne Outlook und schreib eine neue E-Mail oder antworte auf eine.
- Tippe ins Textfeld.
- Tippe oben auf der Gboard-Tastatur auf das Mikrofonsymbol und sprich.
Nutzt dein Handy eine andere Tastatur, hat sie vielleicht eine eigene Spracheingabe mit anderem Symbol. Die Schritte hier gelten für Gboard.
Warum diktierte E-Mails oft noch Arbeit machen
Die Spracheingabe der Tastatur ist eine Abschrift: Sie schreibt, was du sagst, in der Reihenfolge, in der du es sagst. Für kurze, klare Sätze ist das super. Wenn du beim Sprechen erst nachdenkst, weniger:
- Du fängst Sätze neu an („können wir, also, könnten wir das verschieben“).
- Du korrigierst dich („Dienstag, nee, Mittwoch“).
- Das Wichtigste kommt zum Schluss, nach der ganzen Vorgeschichte.
- Anrede, Gruß und Absätze musst du trotzdem selbst einfügen.
Du sprichst also entweder sehr sauber, fast wie vom Blatt, oder du räumst den Text hinterher auf. Eine KI-Diktier-App geht anders vor: Du sagst, was in der E-Mail stehen soll, und sie formuliert die E-Mail.
Locker sprechen, fertige E-Mail bekommen: Retexta
Retexta ist eine Cloud-App für Sprache zu Text und KI-Schreiben auf Android. Sie ist keine Tastatur: Du diktierst nicht direkt in Gmail. Du sprichst in Retexta, bekommst dort die fertige E-Mail und schickst sie dann über deine Mail-App.
- Öffne Retexta und tippe auf Neue Aufgabe.
- Unter Was möchtest du machen? wählst du Nachricht schreiben.
- Unter Welche Art Nachricht? wählst du als Nachrichtentyp E-Mail und dazu einen Schreibstil: Professionell, Formell, Freundlich, Locker, Klar und prägnant, Warm oder Überzeugend. Dann tippst du auf Als Nächstes.
- Tippe auf Audio aufnehmen und erzähl. Sag, an wen die E-Mail geht, worum es geht und was wichtig ist. Du darfst dich unterwegs korrigieren („Freitag, nein, Donnerstag“).
- Beende die Aufnahme. Retexta transkribiert das Gesprochene und schreibt die E-Mail.
- Passt noch nicht alles? Auf der Ergebnisseite änderst du Texttyp, Schreibstil, Sprache oder Länge, ohne neu aufzunehmen.
- Tippe auf Teilen und dann auf E-Mail senden, um den Entwurf in deiner Mail-App zu öffnen. Oder kopier den Text und füg ihn in Gmail oder Outlook ein. Kopieren und Teilen gehen mit Retexta Pro oder Credits.
Lies die E-Mail, bevor du sie abschickst. Retexta kennzeichnet Ergebnisse mit „KI-generiert. Wichtige Angaben prüfen.“ Namen, Daten, Beträge und Zusagen müssen stimmen, denn die E-Mail geht in deinem Namen raus.
Nachricht schreiben gehört zu Retexta Pro. Retexta kannst du kostenlos ausprobieren: Zum Start bekommst du ein paar kostenlose Pro-Ergebnisse, die du in der App ansehen kannst. Für Kopieren, Teilen und Exportieren und für alles nach den Gratis-Ergebnissen brauchst du Retexta Pro oder Credits.
Beispiel: vom gesprochenen Durcheinander zur fertigen E-Mail
Dieses Beispiel haben wir selbst geschrieben, um die Idee zu zeigen. Es ist kein echtes App-Ergebnis, und deine Ergebnisse sehen anders aus.
Was du vielleicht ins Handy sprichst:
Also, Mail an Frau Becker von der Druckerei. Wegen der Flyer, wir müssen die Lieferung verschieben, das Fest ist jetzt am 14., nicht am 7. Können die dann am 10. liefern? Ach, und wir brauchen 200 mehr, also 700 insgesamt. Und frag, ob sich der Preis ändert. Freundlich bitte, die war echt hilfsbereit. Und sag danke für den Probedruck, der sieht super aus.
Die fertige E-Mail (E-Mail, Freundlich):
Betreff: Flyer-Auftrag: neuer Liefertermin und neue Menge
Liebe Frau Becker,
vielen Dank für den Probedruck, er sieht super aus!
Unser Fest ist vom 7. auf den 14. verschoben worden. Deshalb möchten wir den
Auftrag anpassen:
- Lieferung am 10. statt zum ursprünglichen Termin
- insgesamt 700 Flyer (200 mehr als bisher)
Können Sie mir sagen, ob sich durch die neue Menge der Preis ändert?
Nochmals danke für Ihre Hilfe.
Viele Grüße
[Dein Name]
Alles aus der E-Mail stand schon in der Sprachnotiz. Der Unterschied ist die Ordnung: Der Dank steht vorne, die zwei Änderungen springen ins Auge, und die Frage steht für sich.
Tipps zum Diktieren von E-Mails
- Nenn zuerst Empfänger und Ziel. „Mail an Frau Becker, wir müssen die Lieferung verschieben“ gibt der KI (oder dir beim Nachlesen) den Rahmen.
- Buchstabier ungewöhnliche Namen. Spracherkennung kann Namen falsch erkennen. Prüf jeden Namen vor dem Senden.
- Sprich Zahlen deutlich und kontrollier sie im Ergebnis: Daten, Preise, Mengen, Bestellnummern.
- Such dir einen ruhigen Ort. Hintergrundgeräusche machen jede Transkription schlechter.
- Lies immer gegen. Egal ob Gboard oder KI-App: Einmal lesen, dann senden.
Gboard oder Retexta?
| Gboard-Spracheingabe | Retexta | |
|---|---|---|
| Was es ist | Das Mikrofon deiner Tastatur | Eine eigene App für Sprache zu Text und KI-Schreiben |
| Wo du sprichst | Direkt in Gmail, Outlook oder jedem Textfeld | In Retexta, danach teilen oder kopieren |
| Ergebnis | Was du gesagt hast, Wort für Wort | Eine fertige E-Mail im gewählten Ton |
| Satzzeichen | Per Sprachbefehl; automatisch auf Pixel 6 oder neuer | Setzt die KI |
| Kosten | Kostenlos | Kostenlos ausprobieren; Nachricht schreiben gehört zu Retexta Pro, Kopieren und Teilen gehen mit Retexta Pro oder Credits |
Sind deine E-Mails kurz und sprichst du in fertigen Sätzen, reicht Gboard und kostet nichts. Denkst du beim Sprechen laut nach und formulierst hinterher alles um, spart dir ein Werkzeug, das die E-Mail schreibt, genau diesen Schritt.
Was du als Nächstes diktieren kannst
Oft ist die E-Mail der letzte Schritt nach einem Meeting: Unser Ratgeber Protokoll schreiben hat eine Vorlage und zeigt, wie aus dem Protokoll eine Follow-up-E-Mail wird. Hast du schon eine Aufnahme, lies, wie du ein Sprachmemo in Text umwandelst. Mehr zur App: Retexta, Sprache zu Text für Android.
Quellen
Geprüft von FLAME Apps am 25.09.2026.
- Gboard-Hilfe, Sprechen statt tippen (Android): Schritte, Satzzeichen, Hinweise zu Sprachen und Android-Version.
- Gboard-Hilfe, Erweiterte Funktionen für die Spracheingabe: Pixel 6 oder neuer, automatische Satzzeichen, Sprachbefehle, Sprachen, Verarbeitung auf dem Gerät.
- Microsoft Support, Diktieren Ihrer E-Mails in Outlook Mobile: Einstellung der Diktierfunktion.
- Retexta: Namen von Zielen, Nachrichtentypen, Schreibstilen und Tarifen wie in der App und im Google-Play-Eintrag.
