Weihnachtsstress ist verbreitet, und er kommt meist aus denselben Ecken: Geld, Geschenke, ein zu voller Kalender, Erwartungen in der Familie und der Druck, dass alles besonders werden soll. In einer US-Umfrage von 2023 für die American Psychological Association gaben 89 Prozent der Erwachsenen an, dass sie in der Feiertagszeit irgendetwas typischerweise stresst. Was am meisten hilft, ist selten mehr zu tun. Sondern: an ein paar Stellen die Ansprüche senken, Grenzen festlegen, bevor die Adventszeit losgeht, und kleine Pausen in volle Tage einbauen.
Hier findest du, was die Umfrage zeigt, Tipps zu den häufigsten Stressquellen, wie du mit der Familie entspannter durch die Feiertage kommst, was hilft, wenn dir jemand fehlt, und eine 3-Minuten-Pause für die vollsten Tage.
Was eine Umfrage zum Feiertagsstress zeigt
Die American Psychological Association (APA) ließ im November 2023 von The Harris Poll 2.061 Erwachsene in den USA online befragen. Gemeint war die dortige Feiertagszeit von November bis Januar. Für Deutschland haben wir keine vergleichbare, nachprüfbar veröffentlichte Umfrage gefunden, deshalb hier die US-Zahlen als Momentaufnahme:
| Was in der Feiertagszeit typischerweise stresst | Anteil der Befragten |
|---|---|
| Irgendetwas davon | 89 % |
| Geld: zu wenig haben oder zu viel ausgeben | 58 % |
| Das passende Geschenk finden | 40 % |
| Menschen vermissen, die fehlen | 38 % |
| Zu viel zu tun haben | 32 % |
| Druck, die Feiertage besonders zu machen | 30 % |
| Nicht bei Familie oder Liebsten sein können | 25 % |
| Streit in der Familie erleben oder befürchten | 22 % |
| Sich ausgeschlossen fühlen | 20 % |
Ein paar weitere Ergebnisse rücken das zurecht: 41 Prozent sagten, ihr Stress steige in der Feiertagszeit im Vergleich zum Rest des Jahres, 52 Prozent, er bleibe gleich. Die meisten sehen beide Seiten: 84 Prozent stimmten zu, dass die Feiertage Gemeinschaft schaffen, und 72 Prozent, dass sie sich bittersüß anfühlen können.
Weihnachtsstress vermeiden: Tipps nach Stressquelle
Geld und Geschenke
- Leg vor dem ersten Einkauf ein Budget fest, für die ganze Saison, aufgeteilt auf Geschenke, Essen und Fahrten.
- Triff Absprachen mit Familie oder Freundeskreis: eine Preisgrenze, Wichteln, bei dem alle nur eine Person beschenken, oder „nur für die Kinder“.
- Schenk Zeit statt Dinge, wo es passt: einen gemeinsamen Spaziergang, ein gekochtes Essen, Hilfe bei einer Aufgabe.
Zu viel zu tun
- Schreib alles auf und streich dann ein Drittel. Frag dich: „Würde das wirklich jemand vermissen?“
- Entscheide dich bewusst für „gut genug“, zum Beispiel gekaufte Plätzchen oder schlichtere Deko.
- Trag Pausen in den Kalender ein, nicht nur Termine. Ein Abend ohne Plan ist auch ein Plan.
Der Druck, dass alles perfekt wird
In der APA-Umfrage spürten 30 Prozent Druck, die Feiertage zu etwas Besonderem zu machen, und 36 Prozent fanden, dass sie sich wie ein Wettbewerb anfühlen können. Es hilft, die ein, zwei Traditionen auszuwählen, die dir am meisten bedeuten, und den Rest einfach normal sein zu lassen. Weihnachten muss nicht perfekt sein, um schön zu sein.
Reisen und Gastgeben
- Plan an Reisetagen Puffer ein und rechne mit Verspätungen, statt auf keine zu hoffen.
- Teil die Arbeit auf: Eine Person kocht, eine deckt den Tisch, eine räumt auf.
- Nimm eine kleine Gewohnheit mit, etwa einen kurzen Spaziergang am Morgen oder ein paar Minuten für dich vor dem Schlafen.
Weihnachtsstress in der Familie
Die Zeit mit der Familie ist oft das Schönste und das Schwierigste an den Feiertagen. In der APA-Umfrage nannten 22 Prozent Streit in der Familie oder die Sorge davor als typische Stressquelle. Das hilft oft:
- Überleg vorher, welche Themen du nicht besprechen willst, und leg dir einen freundlichen Satz zurecht: „Lass uns darüber ein andermal reden.“
- Plan kleine Auszeiten ein: ein Spaziergang, in der Küche helfen, kurz an die frische Luft.
- Komm mit einem Plan und geh mit einem Plan, zum Beispiel mit einer festen Uhrzeit für den Heimweg.
- Senk deine Erwartungen an andere. Menschen ändern sich selten an einem Feiertagsessen.
- Bevor du reingehst, atme dreimal ruhig und lang aus. Mehr dazu in unserem Ratgeber zu Atemübungen gegen Stress.
Wenn dir an Weihnachten jemand fehlt
Menschen zu vermissen war in der Umfrage mit 38 Prozent die dritthäufigste Stressquelle. Ob jemand gestorben ist, weit weg wohnt oder nicht mehr zu deinem Leben gehört: An den Feiertagen fühlt sich die Lücke oft größer an. Das kann helfen:
- Gib der Person einen Platz. Zünde eine Kerze an, koch ihr Gericht, erzähl eine Geschichte von ihr.
- Behalte manche Traditionen und ändere andere, vor allem die, die gerade am meisten wehtun.
- Sag Ja zu Gesellschaft und auch zu Zeit allein, je nachdem, was du an einem Tag brauchst.
- Lass gemischte Gefühle zu. Du kannst an einem Abend einen schönen Moment haben und trotzdem traurig sein.
Wenn du dir außerdem Vorwürfe machst, weil du nicht in Feststimmung bist, passt unser Ratgeber zum Selbstmitgefühl gut dazu.
Eine 3-Minuten-Pause für volle Tage
Diese kurze Pause haben wir für die vollsten Tage geschrieben: bevor die Gäste kommen, im Gedränge im Geschäft oder nach einem angespannten Gespräch.
- Halt an und spür deine Füße. Wo auch immer du bist, nimm den Boden unter den Schuhen wahr. (ein Atemzug)
- Atme länger aus. Dreimal: durch die Nase ein, dann langsam und lang aus.
- Benenne es. Innerlich: „Das ist gerade viel.“ Mehr nicht.
- Eine Sache, die gut genug ist. Frag dich: „Was ist als Nächstes wirklich wichtig?“ Der Rest darf warten.
- Ein kleiner Trost. Ein Glas Wasser, eine Minute draußen, eine Nachricht an eine Freundin.
Für Momente, in denen der Stress schnell und heftig kommt, hat unser Ratgeber Schnell beruhigen mehr, und Gelassenheit lernen hilft dir, eine ruhigere Routine für die ganze Adventszeit aufzubauen.
Wenn es mehr ist als Weihnachtsstress
Weihnachtsstress ist keine Diagnose, und sich rund um die Feiertage müde, angespannt oder etwas gedrückt zu fühlen, ist verbreitet. Die Feiertage können aber auch Probleme verstärken, die schon da sind, und nicht jedes schwere Gefühl ist „nur Weihnachten“. gesund.bund.de rät, bei lang anhaltenden Stressphasen aufmerksam zu werden und sich Hilfe zu suchen; Hausärztinnen und Hausärzte sowie Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten können dabei unterstützen. Das gilt auch, wenn gedrückte Stimmung über Wochen anhält.
Advent- und Winter-Sessions in der App
In der App Meditation Schlaf Entspannung gibt es ein paar Sessions zur Jahreszeit, die dann auf der Startseite der App erscheinen:
- Advent, Advent: Eine besinnliche Reise durch die Vorweihnachtszeit ist eine ruhige Visualisierung rund um Adventsbräuche: Adventskranz und Kerzen, Adventskalender, Plätzchenduft, Nikolaus und Weihnachtsmarkt. Sie ist um christliche Adventstraditionen herum gebaut. Auf der Startseite erscheint sie vom 1. bis 24. Dezember, und die App schätzt sie auf etwa 15 bis 22 Minuten.
- Der erste Schnee: Winterliche Auszeit folgt den ersten Schneeflocken des Jahres, einem Winterspaziergang und der Rückkehr an einen warmen Ort. Sie erscheint vom 15. November bis Ende Februar, etwa 11 bis 21 Minuten.
- Winterabend am Kamin: Wärme und Ruhe ist eine gemütliche Abend-Visualisierung mit Decke, Tee und knisterndem Feuer. Sie erscheint im Dezember, Januar und Februar, etwa 10 bis 20 Minuten.
Für die vollen Momente dazwischen gibt es Akuter Stress SOS und Überforderung SOS: Wieder stabil werden, beide kurz, und Stress und Überlastung verstehen, wenn du wissen willst, warum dich die Adventszeit so auslaugt. Vor dem Start wählst du eine Länge innerhalb der Spanne jeder Session. Die Stimmen sind KI-Stimmen. Die App gibt es auf Deutsch und Englisch. So funktioniert die App: kostenlos ausprobieren, ohne Konto.
Deine Gesundheit
Diese App ist eine Wellness-App und ersetzt keinen ärztlichen Rat. Wenn Stress oder gedrückte Stimmung rund um die Feiertage über Wochen anhalten oder deinen Alltag schwer machen, sprich mit deiner Hausärztin oder deinem Hausarzt. Mehr dazu bei gesund.bund.de: Stress.
Quellen
Alle Seiten abgerufen am 25.09.2026.
- American Psychological Association: 2023 Holiday Stress Survey Data Topline (Dezember 2023, englisch). Online-Befragung durch The Harris Poll vom 14. bis 16. November 2023, 2.061 Erwachsene in den USA, Unsicherheit plus oder minus 2,7 Prozentpunkte. Alle Prozentangaben auf dieser Seite stammen daraus.
- gesund.bund.de (Bundesministerium für Gesundheit): Stress (Stand 14.01.2026). Wann man sich bei anhaltendem Stress Hilfe suchen sollte und wer unterstützen kann.
- App-Sessions: „Advent, Advent: Eine besinnliche Reise durch die Vorweihnachtszeit“, „Der erste Schnee: Winterliche Auszeit“, „Winterabend am Kamin: Wärme und Ruhe“, „Akuter Stress SOS“, „Überforderung SOS: Wieder stabil werden“, „Stress und Überlastung verstehen“, Meditation Schlaf Entspannung, Beschreibungen aus den Sessiondateien, Dauerspannen aus der Schätzung der App und Termine auf der Startseite aus den Saisonregeln der App (
date_rangeund Jahreszeiten-Tags in den Sessiondateien,MeditationSessionManager.kt,ExploreScreen.kt), gelesen am 25.09.2026.
