Eine Dart Tafel ist alles, was die Punktestände beider Spieler zeigt und was jeder noch braucht: eine Kreidetafel, ein Whiteboard, eine elektronische Anzeige oder eine Handy-App. Alle vier können mitzählen, allerdings behandeln die Quellen hier nur Kreide und Whiteboard ausführlicher. Unten liest du, was die Regeln von einer Tafel verlangen, wie die Typen sich unterscheiden, wie du eine Tafel für 501 und Cricket aufteilst und wie du schnell die passende wählst.
Was die Regeln zur Tafel sagen
Die Regelwerke sagen wenig zum Material der Tafel, aber einiges Nützliche dazu, was sie zeigen muss und wer sie bedient.
Die WDF-Spielregeln (als Spiegel des Textes) definieren drei Rollen im Match:
- Marker: die Person, die bestimmt ist, die erzielten und die verbleibenden Punkte auf der Tafel zu notieren.
- Caller: die Person, die bestimmt ist, die Punkte beim Matchplay anzusagen, sobald sie geworfen wurden.
- Scorer: die Person, die bestimmt ist, "die Punkte, die Ergebnisse und andere relevante Details des Matchplays festzuhalten".
Zwei weitere WDF-Punkte sind für jede Tafel wichtig:
- Der tatsächliche Punktestand, den ein Spieler braucht, muss gut sichtbar auf Augenhöhe auf der Tafel stehen.
- Die Darts zieht der Werfer aus dem Board, aber erst, nachdem der Caller die Punkte angesagt hat.
Das sind Regeln für offizielles Matchplay. Für eure eigenen Spiele empfehlen wir, den Gedanken mit nach Hause zu nehmen: Zeig den Restwert und nicht nur die erzielten Punkte, und wartet, bis die Punkte angesagt sind, bevor jemand die Darts zieht.
Wie der Marker genau schreibt und abzieht, steht in so zählst du beim Darts mit. Hier geht es darum, die Tafel selbst auszuwählen und einzurichten.
Die vier Typen im Vergleich
Die Tabelle nennt nur, was sich aus den Quellen oder aus der Nutzung des jeweiligen Typs ergibt. Zu elektronischen Boards sagen die Quellen hier nichts, deshalb verweisen diese Felder auf deine Anleitung.
| Kreidetafel | Whiteboard | Eingebaute elektronische Zählung | Handy-App | |
|---|---|---|---|---|
| Wer rechnet | Der Marker | Der Marker | Siehe Anleitung | Die App |
| Was du brauchst | Kreide und ein Tafelschwamm | Stifte und ein Tuch | Siehe Anleitung | Ein Handy |
| Lesbarkeit | Hängt von der Handschrift ab | Hängt von der Handschrift ab | Siehe Anleitung | Gedruckte Ziffern auf dem Display |
| Bekannter Nachteil in den Quellen | Kreidestaub | Handschrift | Nicht behandelt | Nicht behandelt |
Weil die Details je nach Modell unterschiedlich sind und die Quellen sie nicht behandeln, lies lieber die Anleitung deines elektronischen Boards, statt anzunehmen, wie es zählt.
Kreidetafel
Ein Google-Patent für eine Dart-Punktetafel hält fest, dass die Punkte beim Darts früher traditionell auf einer Kreidetafel notiert wurden.
Dasselbe Patent nennt zwei Schwachstellen. Wie gut sich die Punkte lesen lassen, hängt direkt von der Handschrift des Schreibers ab, und Kreidestaub sammelt sich gern auf dem Boden und auf Möbeln in der Nähe.
Unsere eigenen Tipps, wenn du Kreide benutzt:
- Teile die Tafel vor dem Spiel in Spalten ein. Zwei Spieler brauchen zwei Spalten, jeweils mit einem fortlaufenden Restwert.
- Schreib den Restwert in großen Ziffern und die Summe der Aufnahme klein. Der Restwert ist das, was der Werfer sehen muss.
- Häng einen Schwamm und ein Tuch direkt daneben.
- Wenn unleserliche Schrift schon mal für Streit gesorgt hat, gib die Kreide dem Spieler mit den ordentlichsten Ziffern.
Whiteboard
Das Patent sagt außerdem, dass manchmal Tafeln mit abwischbarer Tinte als Punktetafel dienen. Auch hier entscheidet die Handschrift, wie gut man die Zahlen lesen kann.
Ein paar allgemeine Tipps von uns, nicht aus den Quellen:
- Leg einen Ersatzstift neben die Tafel, denn ein Stift, der mitten im Leg leer wird, hält das Spiel auf.
- Zieh die Linien des Layouts einmal mit einem Permanentmarker oder Klebeband und schreib nur die Zahlen mit dem abwischbaren Stift. Beim Abwischen bleibt dann das Raster stehen.
- Wenn du oft sowohl 501 als auch Cricket spielst, überleg dir zwei Tafeln, eine pro Layout, und tausch sie, wenn sich das Spiel ändert.
Eingebaute elektronische Zählung
Manche elektronischen Dartboards zählen die Punkte selbst mit. Wie sie funktionieren, behandeln die Quellen hier nicht, deshalb sind das nur Fragen, die du klären solltest, bevor du dich darauf verlässt:
- Zeigt das Display den Restwert für jeden Spieler? Das verlangt die WDF-Regel von der Tafel im Match.
- Wie korrigierst du einen Fehler, zum Beispiel einen Dart, der herausgefallen ist? Schau in die Anleitung, denn das Verhalten unterscheidet sich je nach Modell.
- Welche Spiele unterstützt das Board? Fehlt das Spiel, das deine Liga spielt, brauchst du ohnehin eine zweite Methode.
Mehr zu den Boards selbst findest du unter Dartboard-Typen.
Handy-App
Eine App übernimmt die Rechenarbeit des Markers. Darts Zähler: Dart Rechner ist eine Android-App (eine iPhone-Version gibt es nicht). Du gibst jeden Dart ein, und die App führt den Restwert mit. Sie bietet Folgendes:
- X01 mit den Startwerten 301, 401, 501, 601, 701, 801 und 901. Andere Startwerte gibt es nicht.
- Cricket mit automatischer Zählung.
- Mehrspielermodus mit beliebig vielen Spielern, eine Rückgängig-Funktion für die letzten Eingaben und Checkout-Vorschläge.
- Ein optionales Tablet-Layout für größere Bildschirme.
- Eine Übersicht über deine letzten drei Würfe. Eine Ansicht der "letzten 6 Scores" gibt es nicht.
Die App enthält Werbung. Ob eine App im Ligaspiel erlaubt ist, entscheidet die jeweilige Liga, frag also nach, bevor du eine benutzt.
Worauf du beim Vergleich von Apps achten kannst, steht in worauf du bei einer Darts-Zähl-App achten solltest. Wenn du lieber bei Papier bleibst, taugt der druckbare Dart-Zettel als Tafel für die Hosentasche.
Eine Tafel für 501 oder Cricket einrichten
Wie du bei jedem Spiel mitschreibst, steht in so zählst du beim Darts mit. Hier geht es nur darum, die Tafel so aufzuteilen, dass das Mitschreiben leichtfällt. Das sind Layout-Vorschläge von uns.
| Spiel | Was du einmal aufzeichnest | Was du während des Spiels schreibst | Wohin die großen Ziffern kommen |
|---|---|---|---|
| 501 oder 301 | Eine Spalte pro Spieler, oben der Name | Den Startwert, darunter jeden neuen Restwert | Der Restwert |
| Cricket | Die Zahlen 15 bis 20 in der Mitte, eine Seite pro Spieler, außen je eine Punktespalte | Markierungen neben den Zahlen, Punkte in der äußeren Spalte | Die Punktsumme |
Ein paar Hinweise zu beiden:
- 501 und 301: Lass neben jeder Spalte einen schmalen Streifen für die Summe der Aufnahme frei. Wenn am Ende eines Legs eine Rechnung nicht stimmt, kannst du die Aufnahmen bis zum Startwert zurückaddieren und die fehlerhafte Zeile finden. Zu Finish und Bust steht alles in den 501-Darts-Regeln, und die Checkout-Tabelle listet Finishes auf, die du anpeilen kannst.
- Cricket: Wikipedia bestätigt, dass das Spiel die Zahlen 15 bis 20 nutzt, und nennt das Markierungssystem: ein Schrägstrich neben der Zahl für den ersten Treffer, der zum X wird, ein Kreis um das X für den dritten. Da die drei Zeichen aufeinander aufbauen, gib jeder Zahl pro Spieler genug Platz für ein Symbol. Die vollständigen Regeln stehen unter Cricket-Darts-Regeln.
Auf einem Whiteboard zahlt sich aus, dass du diese Raster dauerhaft aufzeichnen kannst. Auf einer Kreidetafel zeichnest du sie neu, halte die Linien also einfach.
Welche solltest du wählen?
Diese Entscheidungshilfen sind unsere Vorschläge, abgeleitet davon, wie jeder Typ eingerichtet wird:
- Eine feste Tafel in Garage oder Vereinsheim und mehrere Spieler: eine Kreidetafel oder ein Whiteboard, damit alle einen gemeinsamen Punktestand lesen können.
- Ligen oder Matches mit offiziellem Marker: Frag die Liga, was erlaubt ist. Die Rolle des Markers und die Augenhöhen-Regel aus dem WDF-Text beschreiben, wie die Tafel im Matchplay gehandhabt wird.
- Allein trainieren: eine Handy-App, denn es gibt keinen Marker und niemanden, der für dich schreibt.
- Viele verschiedene Spiele: ein Whiteboard mit dauerhaftem Raster, dazu eine App für Spiele, die nicht darauf passen.
- Kein Platz an der Wand: eine App oder der druckbare Zettel.
Tipp
Du kannst sie kombinieren. Eine Tafel an der Wand zeigt allen den gemeinsamen Stand, und eine App auf dem Handy rechnet und führt den Verlauf.
Praktische Tipps und typische Fehler
Der erste Punkt folgt der WDF-Regel. Der Rest sind praktische Tipps von uns, nicht aus den Quellen.
- Nur die erzielten Punkte aufschreiben. In Matches verlangt die WDF-Regel, dass der Punktestand, den ein Spieler noch braucht, zu sehen ist. Auch bei lockeren Spielen hilft das.
- Die Tafel dort aufhängen, wo der Werfer sie nicht sieht. Die WDF-Regel zur Augenhöhe gilt für Matches, aber neben dem Dartboard auf etwa Augenhöhe ist auch zu Hause ein sinnvoller Platz.
- Mitten im Leg wischen. Wenn du nicht sicher bist, ob ein Leg vorbei ist, mach vorher ein Foto.
- Die Kontrolle auslassen. Addiere am Ende eines 501-Legs alle Aufnahmen und vergleiche sie mit dem Startwert.
Quellen
Alle Seiten abgerufen am 21. Oktober 2026.
- World Darts Federation (über den Spiegel auf cyberdarts.com), WDF playing rules: die Definitionen von Marker, Caller und Scorer, die Augenhöhen-Regel für den Restwert und dass die Darts erst nach der Punkteansage gezogen werden.
- Wikipedia, Cricket (darts): die Zahlen 15 bis 20 und die Markierung mit Schrägstrich, X und Kreis.
- Google Patents, US7006076B2, Dart game score board: die Geschichte der Kreidetafel-Zählung, der Einsatz von Whiteboards, die Lesbarkeit der Handschrift und Kreidestaub.
